Lade-Lotte

Ladekabel, Notladekabel und CEE-Steckdose

Zum E-Auto gehören meist zwei Kabel: eines für öffentliche Ladesäulen und eines für die Steckdose. Was die Lademodi bedeuten, wann die Steckdose zur Gefahr wird und wann eine mobile Wallbox an der Starkstromdose eine echte Alternative ist.

Stand: 6. November 2026

Die vier Lademodi

ModusWoBesonderheit
Mode 1Haushalts- oder Industriesteckdoseohne Kommunikation und Schutzeinrichtung, nur für leichte Elektrofahrzeuge
Mode 2Haushalts- oder CEE-SteckdoseSchutz- und Steuereinheit im Kabel (IC-CPD), das „Notladekabel“
Mode 3Wallbox und AC-LadesäuleTyp-2-Stecker, Kommunikation mit dem Auto, der Standard für zu Hause
Mode 4Schnelllader (DC)Gleichstrom, Kabel fest an der Säule

Einteilung nach dem technischen Leitfaden Ladeinfrastruktur des VDE.

Mode-3-Kabel für Ladesäulen

An öffentlichen Wechselstrom-Säulen ohne festes Kabel brauchst du ein Mode-3-Kabel mit Typ-2-Steckern an beiden Enden. Der ADAC empfiehlt eine Länge von 7 bis 8 Metern, damit es auch bei ungünstig geparkten Autos reicht. Das Kabel muss zur Ladeleistung passen: Für 22 kW ist ein Kabel für 32 A nötig, für 11 kW reicht eines für 16 A.

Notladekabel an der Schuko-Steckdose

Ein Mode-2-Kabel an der Haushaltssteckdose ist zulässig, aber nach Normenausschuss DKE nicht für dauerhaftes Laden gedacht. Schuko-Steckdosen halten nach DIN VDE 0620-1 die vollen 16 A nur begrenzte Zeit aus; bei stundenlangem Laden können sich Kontakte erhitzen. Der ADAC rät deshalb zu höchstens 10 A, also etwa 2,3 kW. Die Bundesnetzagentur rät ganz davon ab, regelmäßig an der Haushaltssteckdose zu laden.

Dazu kommen hohe Verluste: Der ADAC hat an der Steckdose an der Haushaltssteckdose 12,7 bis 24,2 % gemessen, an der 11-kW-Wallbox 5,1 bis 7,0 %. Wie lange es für dein Auto dauert, zeigt die Seite Laden an der Steckdose.

Ein Mode-2-Kabel braucht laut ADAC mindestens einen Temperaturfühler im Stecker. Kauf deshalb nur geprüfte Ladekabel von bekannten Herstellern.

Mobile Wallbox an der CEE-Steckdose

Eine rote CEE-Steckdose (Starkstrom) liefert dreiphasig 16 A oder 32 A. Mit einer mobilen Wallbox sind daran 11 kW beziehungsweise 22 kW möglich, also genauso viel wie an einer fest installierten Wallbox. Der ADAC empfiehlt für CEE-Steckdosen passende Adapter, weil sie besser abgesichert sind als Schuko.

  • Anmeldepflicht: Auch mobile Ladegeräte müssen nach § 19 NAV beim Netzbetreiber angemeldet werden, bis 11 kW angemeldet, darüber genehmigt.
  • Steuerbarkeit: Mobile Geräte über 4,2 kW müssen nach § 14a EnWG steuerbar sein.
  • Installation prüfen lassen: Ob die vorhandene CEE-Steckdose und ihre Leitung die stundenlange Dauerlast aushalten, muss eine Elektrofachkraft im Einzelfall prüfen. Einige Netzbetreiber verlangen, dass die Anmeldung durch eine Fachkraft erfolgt.

Eine mobile Wallbox lohnt sich vor allem, wenn bereits eine passende CEE-Steckdose vorhanden ist oder du an mehreren Orten laden willst, etwa zu Hause und im Ferienhaus.

Mobile Wallboxen und Ladekabel ansehen

Häufige Fragen

Darf ich mein E-Auto an der normalen Steckdose laden?

Mit einem Mode-2-Ladekabel ist das zulässig, aber nur als Ausnahme gedacht. Schuko-Steckdosen halten 16 A nur begrenzte Zeit aus, der ADAC rät zu höchstens 10 A. Die Bundesnetzagentur rät vom regelmäßigen Laden an der Haushaltssteckdose ab.

Muss ich eine mobile Wallbox an der CEE-Steckdose anmelden?

Ja. Die Meldepflicht nach § 19 NAV gilt auch für mobile Ladegeräte. Bis 11 kW reicht die Anmeldung, darüber braucht es eine Genehmigung. Geräte über 4,2 kW müssen steuerbar sein.

Welches Kabel brauche ich an öffentlichen Ladesäulen?

An Wechselstrom-Säulen ohne festes Kabel ein Mode-3-Kabel mit zwei Typ-2-Steckern. Der ADAC empfiehlt 7 bis 8 Meter Länge. An Schnellladern (DC) ist das Kabel immer fest an der Säule.

Wie lange dauert Laden an der Steckdose?

Mit 2,3 kW kommen pro Stunde rund 2 kWh in den Akku. Ein 60-kWh-Akku braucht von 20 auf 80 % etwa 18 Stunden. Der Rechner zeigt es für dein Auto.